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Angekommen in der Toskana

In den vorangegangenen Tagen haben wir bereits die Koffer gepackt und Vorräte eingekauft. Familienfreunde leihen uns ihre Dachbox. Am Donnerstag haben wir uns mit Torsten und Kathrin getroffen, um gemeinsam die Autos und die Dachboxen zu beladen, damit wir am Freitagvormittag unsere Reise antreten können.

Vor der eigentlichen Abfahrt hole ich Martin in Striesen ab, wir laden anschließend die letzten Utensilien und die Kühlbox ins Auto und sind startklar.

Im Vorfeld haben wir eine Unterkunft in Steinach am Brenner gebucht und damit die reichlich 1.100 Kilometer lange Strecke in zwei Etappen geteilt.

Unseren ersten Stopp machen wir an der Raststätte Vogtland. Unsere Navis zeigen eine Vollsperrung der Autobahn an und wir wollen uns eine alternative Route anschauen, uns die Beine vertreten und eine Kleinigkeit zum Mittag essen. Nach der Pause fahren wir wieder auf die Autobahn auf — und stehen erstmal im Stau. Wir stauen uns bis zur nächsten Abfahrt und verlassen die Autobahn, um über die Landstraße zur nächsten Autobahn in Richtung Regensburg zu fahren. Wir kommen flott voran. In Regensburg angekommen planen wir die weitere Route: Da die Nachmittagszeit in München volle Straßen bedeutet, entscheiden wir uns von Regensburg weiter Richtung Landshut und von dort nach Rosenheim zu fahren und München damit zu umgehen. Leider ist die Bundesstraße kurz hinter Taufkirchen gesperrt und eine Umleitung verlängert unsere Fahrzeit deutlich.

Da sich die Ankunftszeit am Brenner immer weiter verschiebt, beschließen wir für Ella ein Abendessen in Rosenheim zu besorgen, bevor wir wieder auf die Autobahn gen Österreich auf fahren. Im Regen erreichen wir zu erst die Landesgrenze und etwa 19:30 Uhr auch auch unser Hotel. Ella hat die reichlich zehn stündige Zeit im Auto souverän gemeistert und wir stellen erneut fest, dass unser Kind sehr reisetauglich ist.

Mit österreichischer Gemütlichkeit werden wir im Hotel eingecheckt. In einem Restaurant gleich nebenan finden wir auch für uns fünf Erwachsenen noch ein Abendbrot, bevor wir uns im Hotelzimmer niederlassen. Beim ins Bett bringen von Ella schläft Lisa mit ein, sie verpasst einen kleinen Umtrunk des restlichen offenen Weins aus dem Radebeuler Kühlschrank im Nachbarzimmer.

Die 2. Etappe

Bei einem ausgiebigen Frühstück stärken wir uns im Hotel für die zweite Hälfte unserer Anreise in die Toskana. Da weder Lisa noch ich daran gedacht haben Seife und Shampoo einzupacken, mache ich einen kurzen Spaziergang zum lokalen Billa, bevor wir unser Gepäck im Auto verstauen. Das Navi ist programmiert und wir wollen starten. Die steile, enge und kurvige Tiefgaragen-Ausfahrt hindert uns noch kurz daran: Da ich die Betonkante mit dem Reifen touchiere, fehlt uns der Grip für die steile Rampe. Erst im dritten Anlauf können wir unser Auto davon überzeugen die Tiefgarage zu verlassen. Kratzer und Unfallfrei, aber mit einer kleinen Adrenalin-Einlage starten wir so in die heutige Urlaubsfahrt. Bei einem Tankstopp in der Nähe von Bozen wechselt Lisa das Auto und Kathrin übernimmt die Betreuung von Ella. Die Fahrt auf der italienischen Seite ist müßig und geprägt von zahlreichen Staus.

Eine willkommene Abwechslung ist der Abstecher zum Gardasee. In Lazise parken wir unsere Autos und flanieren durch enge Gässchen an den Lago di Garda. In einer Gelateria genießen wir einen Eisbecher bzw. erfrischendes Getränk mit Seeblick, bevor wir zurück zu den Autos spazieren und unsere Fahrt fortsetzen.

Wir erreichen am späten Nachmittag unsere Ferienhäuser in den Hügeln der Toskana. Christian, unser Gastgeber, zeigt uns die beiden Häuser und wir erkunden das Anwesen. Neben einem Oliven-Garten gibt es hier einen schönen Pool, einen kleinen Spielplatz, eine riesige Terrasse und genug Platz um gemeinsam und auch mal alleine den Urlaub zu genießen.

Am Abend kommen noch Freunde, die ein in der Nähe liegendes Haus gemietet haben zu uns und versorgen uns mit kaltem Bier, Wein und Melone. Aus dem kleinen Willkommens-Besuch wird ein langer erster Urlaubsabend. Die milden Nachttemperaturen sind eine schöne Abwechslung zu den 40 Grad, die wir tagsüber haben.

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Leben

Eingewöhnungstagebuch

Nach dem Urlaub ist vor der nächsten Herausforderung. Ella besucht seit etwa zwei Wochen die Kita. Ein Zwischenbericht.

Der Beginn der Eingewöhnung musste auf Grund der gültigen Quarantäne-Regeln noch einmal verschoben werden. Nach unserer Rückkehr musste Ella für fünf Tage in häusliche Quarantäne. Dem Starttermin voraus musste noch die Kita-Tauglichkeit vom Kinderarzt bestätigt werden. Ein pädagogischer Tag, an dem die Einrichtung geschlossen war, verschob den Beginn um einen weiteren Tag.

Seit dem 9. Februar hat sich nun eine kleine Routine bei uns eingespielt: Wir stehen gegen 8 Uhr auf und frühstücken gemeinsam. Wir packen Ellas Rucksack, ziehen die kleine an und sie darf mit einem von uns in die Kita spazieren, die glücklicherweise gleich um die Ecke ist. Ihren Rucksack trägt sie dabei selbst.

Bei der Eingewöhnung, nach dem Berliner Modell, wird die Zeit in der Kita schrittweise erhöht und die ersten Trennungsversuche werden nach etwa einer Woche unternommen.

Leider schlägt Corona auch in der Einrichtung zu, sodass viele Ausfälle zu beklagen sind, unter anderem auch Ellas Erzieherin. Die Gruppenstärke in der Kita ist stark geschrumpft, von den regulären knapp 24 Kindern auf der Etage sind jeweils nicht mehr als ein Dutzend vor Ort.

In den ersten Tagen begleiten wir Ella für etwa eineinhalb Stunden in den Kindergarten, geben ihr Rückhalt während sie mit den Erzieherinnen spielt und die anderen Kinder beobachtet. Lisa verlässt erstmals nach einer Woche den Raum — nach einem kurzen Weinen lies sich Ella dann so gut ablenken, dass Lisa über eine Stunde an der Mini-Garderobe ausgeharrt hat. Da dies so gut funktionierte, haben wir Ella in den folgenden Tagen nur noch abgegeben und sie vor dem Mittagessen wieder eingesammelt.

Ella gefällt es mit den Kindern. Nach dem Abholen ist sie meist gutgelaunt, durch die vielen neuen Eindrücke und Erkenntnisse super müde und hungrig. Nicht immer eine gute Mischung, aber wir drei meistern das.

Seit dieser Woche erhöhen wir die Betreuungszeit um das Mittagessen, das Ella auch zu schmecken scheint und holen sie anschließend ab. Heute hat die Kleine wiederum das erste Mal in der Kinderkrippe Mittagsschlaf gemacht.

Wir nutzen die gewonnenen kinderfreien Stunden zum Aufräumen, Frühjahrsputz und für Besorgungen. Es stellt sich eine neue alte Lebensqualität ein, die uns auf dem Weg zurück in den Arbeitsalltag noch etwas aufatmen lässt.

Ab dem 9. März sind wir dann alle drei arbeiten.

Besonders bemerkenswert ist, wie schnell Ella dort neues lernt. Ihr scheint der Umgang mit anderen Kindern gleich in den ersten zwei Wochen einen enormen Entwicklungssprung zu bringen. Sie füttert jetzt Puppen, Kuscheltiere und Menschen mit ihrer Flasche, »kocht« mit Geschirr und füttert dann ebenso, steckt geformte Bausteine in die passenden Öffnungen, zeigt uns deutlich, wenn sie schlafen oder Essen will. Dazu noch tausend Kleinigkeiten in ihrer Art mit uns zu kommunizieren oder mit verschiedenen Abläufen umzugehen, die man ganz schwer erklären kann.

Wir sind sehr gespannt was sie in den kommenden Wochen noch für Fortschritte macht, die es uns im Endeffekt auch erleichtern ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

Mama und Papa sind unglaublich stolz auf Dich kleine Möhre!

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4.870 Kilometer auf der Straße

Heute haben wir den Morgen damit verbracht alle Dinge aus dem Camper wieder so zu verstauen, dass wir ihn abgeben konnten. Dazu zählte neben unseren Habseligkeiten auch das Küchenequipment, die Bettwäsche und Handtücher. Zuletzt leerten wir noch die Abwassertanks, Frischwasser hatte ich bereits gestern aufgefüllt.

Vom Campingplatz aus starteten wir pünktlich um 9, da wir spätestens 11 Uhr den Wohnwagen in Dublin, etwa anderthalb Autostunden entfernt abgeben mussten. Kurz vor dem Zielort haben wir dann nochmal den Benzintank gefüllt.

Insgesamt haben wir somit knapp 4.900 Kilometer bzw. 3.025 Meilen innerhalb von 17 Tagen zurückgelegt. Dabei haben wir über 1.200 Fotos gemacht und unzählige Stunden mit Routenplanung, Blogartikeln und dem Verarbeiten des Erlebten verbracht.

MIT UBER ÜBER DIE BUCHT

Nachdem alle Unterschriften geleistet wurden, haben wir offiziell unser rollendes Haus der letzten zwei Wochen abgegeben. Wir rufen uns über die App ein Uber (also letztlich eine Art privates Taxi — der Markt regelt das hier.) und fahren damit bis zu unserem Hotel vis-à-vis zum Flughafen.

ZIMMER MIT BAY-BLICK

Ella freut sich über das geräumige Hotelzimmer hier im Hilton und darüber, dass sie endlich wieder mal mehr als fünf Schritte in eine Richtung machen kann. Wir genießen es einfach mal nichts zu machen und verbringen den Nachmittag mit Fernsehen (es läuft: Turnen) und genießen den Ausblick direkt auf den Landeanflug der in San Francisco landenden Flugzeuge.

Beim Blick aus dem Zimmerfenster können wir die landenden Flugzeuge betrachten.

Beim Abendessen im Hotelrestaurant schließt Ella wieder Freundschaften mit den Servicekräften, die sogar noch Spielsachen für sie beschaffen. Kurz vor halb Acht liegt sie nun im Bett und Lisa versucht sie zum Schlafen zu überreden — sie weiß ganz genau, dass wieder etwas besonderes ansteht. Unseren Abend beenden wir mit dem Anschauen von landenden Flugzeugen aus dem Fenster.

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Silicon Valley

Wir haben uns vorgenommen uns das Silicon Valley einmal genauer anzusehen. Dazu haben wir uns die für uns wichtigsten Punkte auf der Karte markiert: Wir wollen bei Apple vorbeischauen, Google sehen und bei Meta / Facebook in die Fenster gucken.

Unser erster Stopp ist das Apple Visitor Center neben dem neugebauten Apple Park, einem riesigen ringförmigen Firmengebäude eingebettet in einen eigens dafür geschaffenen Landschaftspark (der nicht öffentlich zugänglich ist).

In Mitten von Olivenbäumen steht das ganz aus Glas bestehende Visitor Center.

Im Visitor Center, welches im Normalfall auch ein Café, eine Aussichtsplattform und ein Modell der Anlage beherbergt, gibt es zur Zeit coronabedingt nur Apple Produkte zu kaufen. Neben iPhones, Macs und Kopfhörern gibt es auch eine Handvoll Gimmicks, die es nur in diesem speziellen Apple Store gibt. Unter anderem bunte Jutebeutel, T-Shirts und Babybodies. Mal sehen, wie sich Ella in ihrem tollen Apple-Onesie fühlt — Wir fangen mit dem Heranführen an Apple eben zeitig an (sorry, Schwager!). Zusätzlich legt sich Lisa noch ein neues Armband für ihre Uhr zu.

Nach einem kurzen Spaziergang um das Visitor Center und einem Blick auf das riesige runde Gebäude, in dem die meisten Mitarbeiter Apples ihren Jobs nachgehen, fahren wir weiter. Bei Google und bei Facebook fahren wir jedoch nur vorbei, dort gibt es keine tollen Besucherzentren und die Architektur ist eher zweckmäßig. Neben Facebook gibt es noch einen Starbucks, bei dem wir uns Kakao und Kaffee to-go gönnen und zurück gehts zum Campingplatz.

Auf dem KOA, den wir bereits zu Beginn unseres Roadtrip besuchten wollen wir noch die Wäsche waschen und das Reisegepäck soweit es geht einpacken. Damit sind wir auch den fast den ganzen Nachmittag beschäftigt. Die restliche Zeit spazieren wir mit Ella umher, sind auf dem Spielplatz oder genießen die Anlage, deren Vegetation im Vergleich zu den höhergelegenen Campingplätzen in einem satten grün steht. Am Abend verzehren wir noch die Reste unserer Vorräte und dann steht auch schon die letzte Nacht im Camper an.

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Benbow → Santa Cruz via Santa Rosa

Nachdem wir unseren Zeitplan durch das Auslassen eines Campingplatzes etwas gestrafft haben, sind wir heute bereits einen Tag eher als geplant in Richtung Santa Cruz aufgebrochen. Dort werden wir die beiden letzten Nächte unserer Wohnmobil-Rundreise verbringen.

Um nach Santa Cruz zu gelangen liegen etwa fünf Autostunden vor uns. Da wir später als gedacht den Camping Platz verlassen, wollen wir keine Zwischenstopps in State Parks entlang der Strecke einlegen, aber wir entscheiden uns in Santa Rosa Mittagspause zu machen.

Gleich am Beginn unserer Rückfahrt durchqueren wir erneut die engen Passagen, von denen Lisa bereits in den letzten Tagen berichtet hat.

Lisa hat sich im Internet belesen und wir haben ein kleines Restaurant gefunden, dass sich gut anhört: Das Americana bietet Burger, Sandwiches und Pancakes an und damit ist für jeden von uns dreien was dabei. Wir genießen unser Mittagessen mit hausgemachtem Eistee und hausgemachter Limonade, Ella bekommt con allem etwas ab, ihren Pancake verspeise ich als Nachtisch. Wir haben sie wohl auf den Geschmack von French Fries gebracht?

Noch während des Mittagessens legen wir fest, dass wir den direkten Weg nach Santa Cruz einschlagen, das heißt wir fahren nicht um die Bucht herum sondern wir fahren über die Golden Gate Bridge!